Designprojekt im Studium
Wintersemester 2023/2024
Coming of Age
Der Projektkurs behandelte das Thema Coming of Age und ließ viel Raum für eigene gestalterische Entscheidungen. Da der Einsatz von 3D-Techniken im Endergebnis nicht genauer definiert war, versuchte ich, möglichst viele der neu erlernten Fähigkeiten in den Prozess einzubringen und das Thema mit 3D zu verknüpfen.
Ausgangspunkt war die Idee, die verschiedenen Phasen und Situationen des Erwachsenwerdens über eine Fahrt im Fahrstuhl zu erzählen. Jede Etage steht dabei sinnbildlich für einen neuen Abschnitt mit eigenen Herausforderungen und Erfahrungen. Die Idee ist bewusst einfach gehalten, ließ sich aber mit meinen damaligen Möglichkeiten gut umsetzen und griff das Thema dennoch treffend auf.

Prozess in Blender
In Blender begann ich mit dem Modellieren des Fahrstuhls und der Kamerapositionierung. Die Türen animierte ich mit Shape Keys, was jedoch zahlreiche kleine Anpassungen erforderte, um die Bewegung bewusst unperfekt und schwerfällig wirken zu lassen. Besonders spannend war für mich das Arbeiten mit Texturen und Lichtquellen. Dabei experimentierte ich mit unterschiedlichen Materialien und Oberflächen, um dem Aufzug eine glaubwürdige Atmosphäre zu verleihen, die seine intensive Nutzung sichtbar macht.
Details
Nach dem Texturieren merkte ich, dass die Oberfläche des Fahrstuhls noch zu leer wirkte. Deshalb ergänzte ich sie mit Fotos, Postern und Stickern, die ich gezielt für das Projekt abfotografierte oder einscannte. Zahlreiche Motive fand ich zum Beispiel am zugeklebten WG-Kühlschrank oder an der Haustür von Freunden. Um den Coming-of-Age-Gedanken weiter aufzugreifen, bat ich außerdem Menschen aus meinem Umfeld um Bilder aus ihrer Kindheit, die ich in die Gestaltung der Poster einarbeiten konnte. Dadurch gewann die Animation deutlich an Charme und Detailreichtum.


Ebene I
Die verschiedenen Ebenen sollten jeweils eine eigenständige, surreale Welt eröffnen. Dafür wählte ich das Auge als Metapher für unterschiedliche Emotionen und Lebenssituationen. Die Entscheidung fiel auch deshalb auf dieses Motiv, weil es in der Umsetzung anspruchsvoll war und mir die Möglichkeit bot, neue Techniken anzuwenden. Grundsätzlich sehe ich es so, dass eine Szene vor allem dazu dienen sollte, der Geschichte einen Sinn zu geben. In diesem Fall entstanden viele meiner Entscheidungen jedoch aus dem Wunsch heraus, visuell eindrucksvolle Zwischensequenzen zu schaffen, die sich innerhalb der knappen Zeit des Semesters realisieren ließen. Das Auge brachte zusätzlich eine menschliche Ebene hinzu,

Ebene II
Mit der zweiten Ebene wollte ich den Ocean Modifier ausprobieren und mithilfe der Lichtbrechung eine visuell eindrucksvolle Szene schaffen. Dafür nutzte ich einfache After-Effects-Animationen aus einem anderen Projekt und setzte sie als Video auf eine Plane hinter der Wasseroberfläche. Durch die sich öffnenden Fahrstuhltüren fällt der Blick direkt auf das Wasser, was eine ruhige und zugleich psychedelische Wirkung erzeugt. Ergänzt wurde die Szene durch eine passende Tonspur.

Fazit
Die Zeit im Semester reichte am Ende nur für zwei Ebenen, doch das Konzept wäre mit mehr Zeit nahezu grenzenlos erweiterbar gewesen. Einige Ideen blieben daher auf der To-do-Liste stehen. So wollte ich etwa, dass die verschiedenen Welten den Aufzug selbst beeinflussen und die Weiterfahrt verändern. Auch Personen, Wesen und unterschiedliche Animationsstile für neue Ebenen standen im Raum. Für die Gestaltung der Stockwerke gab es grundsätzlich keine Grenzen.
Mit KI wäre die Umsetzung heute vermutlich deutlich schneller und effizienter möglich gewesen. Zum damaligen Zeitpunkt gab es jedoch noch keine Videomodelle, die wirklich praktikabel einsetzbar gewesen wären. Außerdem war das Projekt Teil des Blender-Kurses, dessen Ziel vor allem darin bestand, technische Möglichkeiten zu erlernen und anzuwenden.

Designprojekt im Studium
Wintersemester 2023/2024
Coming of Age
Der Projektkurs behandelte das Thema Coming of Age und ließ viel Raum für eigene gestalterische Entscheidungen. Da der Einsatz von 3D-Techniken im Endergebnis nicht genauer definiert war, versuchte ich, möglichst viele der neu erlernten Fähigkeiten in den Prozess einzubringen und das Thema mit 3D zu verknüpfen.
Ausgangspunkt war die Idee, die verschiedenen Phasen und Situationen des Erwachsenwerdens über eine Fahrt im Fahrstuhl zu erzählen. Jede Etage steht dabei sinnbildlich für einen neuen Abschnitt mit eigenen Herausforderungen und Erfahrungen. Die Idee ist bewusst einfach gehalten, ließ sich aber mit meinen damaligen Möglichkeiten gut umsetzen und griff das Thema dennoch treffend auf.
Prozess in Blender
In Blender begann ich mit dem Modellieren des Fahrstuhls und der Kamerapositionierung. Die Türen animierte ich mit Shape Keys, was jedoch zahlreiche kleine Anpassungen erforderte, um die Bewegung bewusst unperfekt und schwerfällig wirken zu lassen. Besonders spannend war für mich das Arbeiten mit Texturen und Lichtquellen. Dabei experimentierte ich mit unterschiedlichen Materialien und Oberflächen, um dem Aufzug eine glaubwürdige Atmosphäre zu verleihen, die seine intensive Nutzung sichtbar macht.

Details
Nach dem Texturieren merkte ich, dass die Oberfläche des Fahrstuhls noch zu leer wirkte. Deshalb ergänzte ich sie mit Fotos, Postern und Stickern, die ich gezielt für das Projekt abfotografierte oder einscannte. Zahlreiche Motive fand ich zum Beispiel am zugeklebten WG-Kühlschrank oder an der Haustür von Freunden. Um den Coming-of-Age-Gedanken weiter aufzugreifen, bat ich außerdem Menschen aus meinem Umfeld um Bilder aus ihrer Kindheit, die ich in die Gestaltung der Poster einarbeiten konnte. Dadurch gewann die Animation deutlich an Charme und Detailreichtum.


Ebene I
Die verschiedenen Ebenen sollten jeweils eine eigenständige, surreale Welt eröffnen. Dafür wählte ich das Auge als Metapher für unterschiedliche Emotionen und Lebenssituationen. Die Entscheidung fiel auch deshalb auf dieses Motiv, weil es in der Umsetzung anspruchsvoll war und mir die Möglichkeit bot, neue Techniken anzuwenden. Grundsätzlich sehe ich es so, dass eine Szene vor allem dazu dienen sollte, der Geschichte einen Sinn zu geben. In diesem Fall entstanden viele meiner Entscheidungen jedoch aus dem Wunsch heraus, visuell eindrucksvolle Zwischensequenzen zu schaffen, die sich innerhalb der knappen Zeit des Semesters realisieren ließen. Das Auge brachte zusätzlich eine menschliche Ebene hinzu,

Ebene II
Mit der zweiten Ebene wollte ich den Ocean Modifier ausprobieren und mithilfe der Lichtbrechung eine visuell eindrucksvolle Szene schaffen. Dafür nutzte ich einfache After-Effects-Animationen aus einem anderen Projekt und setzte sie als Video auf eine Plane hinter der Wasseroberfläche. Durch die sich öffnenden Fahrstuhltüren fällt der Blick direkt auf das Wasser, was eine ruhige und zugleich psychedelische Wirkung erzeugt. Ergänzt wurde die Szene durch eine passende Tonspur.

Fazit
Die Zeit im Semester reichte am Ende nur für zwei Ebenen, doch das Konzept wäre mit mehr Zeit nahezu grenzenlos erweiterbar gewesen. Einige Ideen blieben daher auf der To-do-Liste stehen. So wollte ich etwa, dass die verschiedenen Welten den Aufzug selbst beeinflussen und die Weiterfahrt verändern. Auch Personen, Wesen und unterschiedliche Animationsstile für neue Ebenen standen im Raum. Für die Gestaltung der Stockwerke gab es grundsätzlich keine Grenzen.
Mit KI wäre die Umsetzung heute vermutlich deutlich schneller und effizienter möglich gewesen. Zum damaligen Zeitpunkt gab es jedoch noch keine Videomodelle, die wirklich praktikabel einsetzbar gewesen wären. Außerdem war das Projekt Teil des Blender-Kurses, dessen Ziel vor allem darin bestand, technische Möglichkeiten zu erlernen und anzuwenden.

Copyright © 2022 — 2026 Felix Bullermann. All rights reserved.
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